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Worum geht es in Moonlight? : Die Serie


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 Betreff des Beitrags: Worum geht es in Moonlight?
BeitragVerfasst: 4. Feb 2010, 21:06 
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Eines vorneweg: Nein, „Moonlight“ ist kein billiger „Angel“-Abklatsch. In beiden Serien geht es um Vampire, aber das war's dann auch mit den Gemeinsamkeiten und kein Grund, der Serie keine Chance zu geben. Oder wie der Creator Trevor Munson selbst meinte: „Ich hätte nie mit soviel Feindseligkeit seitens einer anderen Serie gerechnet. Niemand regt sich auf, wenn man ein neues Krankenhausdrama oder eine neue Anwaltsserie schreibt. Aber versuch mal, eine neue Vampirserie zu machen, und schon ist es nur eine billige Kopie. Das ist schon eigenartig. Aber es ist schön, dass die Fans von Joss Whedon so leidenschaftlich und treu ihm und seiner Serie gegenüber sind... das muss sich gut anfühlen.“


„Moonlight“ beginnt mit dem "Interview mit einem Vampir". Das ist zum Einen eine nette Referenz an einen wichtigen Film des Genres. Zum anderen - und das ist viel interessanter - ein schlaues Stilmittel, um die Vampirmythologie der Serie innerhalb weniger Minuten dem Zuschauer darzulegen. Vampire in „Moonlight“ stehen Knoblauch und Weihwasser ziemlich emotionslos gegenüber - abgesehen davon, dass sie nach dem Verzehr Mundgeruch haben bzw. patschnass sind. Man kann sie nur töten, indem man sie verbrennt oder ihnen den Kopf abtrennt. Holzpflöcke durch das Herz lähmen sie nur. Und zuviel Sonnenlicht tut ihnen nicht gut. Auch schlafen die „Moonlight“-Vampire nicht in einem Sarg, sondern einer Gefriertruhe. Sie können sich nicht in eine Fledermaus verwandelt, obwohl Mick St. John das ziemlich cool fände. In der Interviewsequenz wird auch klar, dass Mick St. John eben nicht der typisch böse Vampir und Blutsauger ist. Sein Essen holt er sich nicht von den Lebenden, sondern er hat einen "Dealer". Und wenngleich er keine (unschuldigen) Menschen jagt, gibt es doch Böses, das gejagt werden muss. Deshalb wurde Mick St. John Privatdetektiv, um seine besonderen Fähigkeiten sinnvoll für die Menschheit zu nutzen.



Aber wie alle guten Detektivgeschichten, so beginnt auch diese mit einer Frau. Die Frau ist die Onlinereporterin Beth Turner. Eigentlich eine ernsthafte Journalistin, die leider bei Buzzwire gelandet ist und nun alle möglichen Sex- and Crimegeschichten aufgedrückt bekommt.

Und wie alle guten Detektivgeschichten, so ist auch diese in Stile des Film noir gedreht. Das bedeutet entfremdete, verbitterte Charaktere in urbanen Schauplätzen, eine düstere Weltsicht, die sich in der Bildgestaltung spiegelt: Hell-dunkel-Kontraste, auffällige Schattenbilder, bizarre, teils schräge Kameraeinstellungen und Linien, z.B. Jalousien. Hier lohnt es sich tatsächlich, die einzelnen Folgen ein zweites Mal anzusehen und auf eben diese stilistischen Mittel zu achten. (Siehe auch Moonlight: Film noir als optisches Stilmittel)
Grundsätzlich wird im Film noir auch mehr Augenmerk auf die Charakterisierung der Figuren als auf die Handlung gelegt und hier natürlich ganz besonders auf Mick St. John, der den Zuschauer mittels Voice Over Zugang zu seinen Gedanken, Ängsten und Hoffnungen gewährt.

So erfährt man auch durch Rückblenden, wie Mick St. John zu dem heutigen "Gutmenschen" wurde und was ihn mit Beth Turner verbindet. Im Jahre 1985 wurde sie als kleines Mädchen entführt. Ihre Mutter engagierte damals Mick St. John, um die kleine Beth zu retten. Was Mick nicht wissen konnte: Seine Ex-Frau Coraline - ebenfalls eine Vampirin -, entführte Beth, um endlich mit Mick eine Familie gründen zu können. Seit ihrer Rettung damals beschützt Mick Beth aus der Ferne.


Die Pilotepisode eines Vampirdramas "Es gibt keine Vampire" zu nennen und mit einem Fall zu beginnen, in dem sich ein durchgeknallter Collegeprofessor als Vampir ausgibt - nichtahnend, dass wirkliche Vampire unter uns wandeln - zeugt von großem Einfallsreichtum und einem gewissen Grad an Selbstironie. Diese Ironie setzt sich auch in Mick St. Johns Charakter und seiner teils schwarzhumorige Sicht auf die Welt, in der er lebt, fort.

Der ausstrahlende US-Sender CBS wollte „Moonlight“ als Crimeprocedural, also ähnlich den „C.S.I.“s und „Law & Order“s dieser Welt. Die Macher selbst wollten eine tragisch-romantische Liebesgeschichte zwischen Mick und Beth erzählen.

Genau zwischen diesen beiden Polen ist „Moonlight“ folglich auch angesiedelt. Die ersten Episoden sind noch etwas holprig, was angesichts der Geschehnisse hinter den Kulissen bei der Produktion auch nicht weiter verwundert. So wurde nach Bestellung der Serie durch CBS zunächst fast der komplette Cast - bis auf Alex O'Loughlin - ausgetauscht und der Showrunner zweimal gewechselt. Für den Original Pilot (Pilot Presentation) unter dem Arbeitstitel Twilight wurden neben Alex O'Loughlin (Mick St. John) die Schauspieler Rade Serbedzija (Josef Konstantin), Shannon Lucio (Beth Turner) und Amber Valletta (Coraline) gecastet. Die Serie erhielt zwar ein Pick-up, allerdings unter der Voraussetzung, alle Hauptrollen bis auf Mick St. John neu zu besetzen. So wurde Rade Serbedzija durch den viele Jahre jüngeren, sehr talentierten Jason Dohring (Logan Echolls aus „Veronica Mars“) ersetzt. Beth Turner wird nun von Sophia Myles („Underworld“) gespielt und für Coraline wurde Shannyn Sossamon („Ritter aus Leidenschaft“, „Die Regeln des Spiels“) geholt.


Fazit

Ab der vierten Episode scheint „Moonlight“ seinen Weg zu finden und überzeugt als dramaturgisch ausgefeilte, romantische Geschichte, die in cineastischen und anspruchsvollen Bildern erzählt wird. Wenn dann noch Coraline, Micks Ex-Frau und Nemesis, als Femme Fatale die Szenerie betritt, wird es richtig interessant.

„Moonlight“ ist zwar eine Vampirserie, aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen. Denn im Kern ist es eine fesselnde Geschichte einer Liebe, die es aus vielerlei Gründen nicht geben dürfte, aber gegen die selbst ein Untoter machtlos ist. Also genau die Art von Story, die das kleine romantische Herz des (weiblichen) Serienfans höher schlagen lässt - zumal „Moonlight“ erfrischend mit einigen Konventionen bricht. Und dass Mick St. John dann auch gelegentlich oben ohne in Szene gesetzt wird, freut das Auge zusätzlich.

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A: "I did a lot of thinking today, I really can't be around you. Because when I am ...
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